Sonnabend, 15. Juni 2019, 20:00 Uhr - Laeiszhalle Hamburg - Kleiner Saal

Trio Lirico

Das Trio Lirico spielt auf Einladung der Catoire Musikinitiative am 15. Juni 2019 in der Hamburger Elbphilharmonie
Trio Lirico

Dreiklang

 

Die drei Streichinstrumentalisten Franziska Pietsch (Violine), Sophia Reuter (Viola) und Johannes Krebs (Cello) verfolgen jeweils ihre Karriere als Solisten, haben sich aus gemeinsamer Leidenschaft für die Kammermusik aber auch zum Trio Lirico zusammengeschlossen. Wobei dem Ensemble der solistische Erfahrungshintergrund seiner Mitglieder zugutekommt: Hier wird mit ausgeprägter Individualität, virtuoser Spielfreude und vitaler Spannung musiziert, zugleich aber nach kammermusikalischer Klanghomogenität gestrebt. Das Repertoire des Ensembles ist weitgespannt und reicht von den Werken der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik.

www.trio-lirico.online

 

Programm:

 

Jan Sibelius (1865-1957): Streichtrio g-moll

Mieczyslaw Weinberg (1919-1996): Streichtrio op. 48  

Eugène Ysaÿe (1858-1931): Streichtrio ”Le Chimay” op. posth. 

Alexander Borodin (1833-1887): Streichtrio g-moll 

Ernst von Dohnányi (1877-1960): Serenade für Streichtrio op. 10


Montag, 14. Oktober 2019, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Klavierabend

Maria Lettberg

Die Pianistin Maria Lettberg
Maria Lettberg

 „Eros und Thanatos“

 

Maria Lettberg, eine der faszinierendsten Pianistinnen Europas, hat Klavier- und Kammermusikabende in Deutschland, Schweden, England, Finnland, Holland, Italien und der Schweiz gegeben, konnte aber auch in Städten wie St. Petersburg oder New York ihr internationales Niveau unter Beweis stellen. Radio- und Fernsehkonzerte mit ihr sind in Deutschland und Schweden ausgestrahlt worden. Deutschlandradio Kultur und das Label Capriccio produzierten Lettbergs vielbeachtete Gesamtaufnahme des Solo-Klavierwerks von Alexander Skrjabin (8 CDs) - Ergebnis intensiver Auseinandersetzung mit dem Komponisten und zugleich ein Höhepunkt in ihrer bisherigen Karriere.

Mit den Namen Bach, Schumann, Chopin, Brahms, Skrjabin, aber auch Debussy und Ravel sowie Schnittke wären die Fixpunkte des umfassenden Repertoires, aus dem Maria Lettberg schöpfen kann, bezeichnet. Bei der Zusammenstellung ihrer Konzertprogramme, denen vorzugsweise ein Leitgedanke zugrunde liegt, ebenso wie beim Vortrag auf der Bühne beweist die Künstlerin stets außergewöhnliche

Kreativität und Einfühlungskraft.                      

www.lettberg.com

 

Programm:

 

Alexander Skrjabin (1872-1915): Trois morceaux op. 52

Franz Liszt (1810-1886): Sonetto 104 del Petrarca aus Wanderjahre/Italien

Georgi Catoire (1861-1926): Prélude op. 10 Nr.1; Prélude op. 10 Nr. 2; Chants du crépuscule op. 24 Nr. 2

Richard Wagner (1813-1883) / F. Liszt: „Isoldes Liebestod“ S.447 / Bearbeitung für Klavier          

Franz Liszt: “Marche Funèbre“  aus Wanderjahre/Das dritte Jahr                        

Alexander Skrjabin: „Vers la flamme“ op. 72

Franz Liszt: “Nuages gris“ S.199                                             

Alexander Skrjabin: Sonate Nr. 9 op. 68                        

Georgi Catoire: Chants du crépuscule op.24 Nr. 1; Etüde fantastique op. 12 Nr.4

Franz Liszt: Sonetto 123 del Petrarca  aus Wanderjahre/Italien            

Alexander Skrjabin: Deux morceaux op. 57; Sonate Nr.5 op. 53


Freitag, 25. Oktober 2019, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Klavierabend

Jonathan Powell

Der Pianist Jonathan Powell
Jonathan Powell

 „Das Silberne Zeitalter der russischen Musik"

 

Der Pianist Jonathan Powell, 1969 in Lancashire (England) geboren, absolvierte ein Universitätsstudium in Cambridge (mit Doktorgrad) und lebte später in London, bis 2011 das oberschlesische Gleiwitz (Gliwice) zu seiner Wahlheimat wurde. Ein Schüler von Denis Matthews und Sulamita Aronofsky, debütierte Powell mit zwanzig Jahren in London. Seither verfolgt er eine internationale Karriere als Konzertpianist und Kammermusikpartner, betätigt sich aber auch als Komponist (Aufführungen durch die London Sinfonietta und das Arditti-Quartett), wissenschaftlicher Autor (z. B. für das New Grove Dictionary of Music) und Leiter von Meisterkursen.

 

Jonathan Powell verfügt über ein ausgesprochen breitgefächertes Repertoire, das die Werke der Klassik und Romantik ebenso umfasst wie zeitgenössische Musik und die vernachlässigte Literatur des frühen 20. Jahrhunderts (insb. aus Russland). Konzertauftritte führten ihn in viele Städte Europas sowie nach Japan und in die USA. Seine Interpretationen wurden von der BBC und Rundfunkstationen verschiedener Länder ausgestrahlt. Allein sechs seiner ca. zwanzig CD-Veröffentlichungen sind dem Werk von Kaikhosru Sorabji gewidmet. Der Herausforderung, dessen »Opus clavicembalisticum« öffentlich vorzutragen, hat Jonathan Powell sich nicht nur einmal gestellt. Das New Yorker Publikum dankte ihm die mehr als vierstündige Darbietung mit »standing ovations«, und auch von der New York Times wurde diese Ausnahmeleistung gewürdigt. Powell ist immer wieder Gast beim Festival „Raritäten der Klaviermusik“ in Husum und bei den Darmstädter „Tagen für aktuelle Musik“.

 

Programm:

 

Sergej Rachmaninow (1873-1943): Sonate Nr. 2 op. 36

Alexei Stantschinski (1888-1914): Sonate Nr. 2

Georgi Conus (1862-1933): Chant sans paroles op.17

                                                  aus: Stimmungsbilder op.19: Nr. 2

                                                  Prélude op. 3

                                                  aus: Stücke op. 31: Nr. 8

Felix Blumenfeld (1864-1934): Sonate-Fantasie op. 46 

Alexander Skrjabin (1871-1915): Sonate Nr.10 op. 70

Georgi Catoire (1861-1926): aus 4 Stücke op. 12: Nr. 3; Nr. 2


Sonntag, 8. Dezember 2019, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Duo Lucja Madziar (Violine) & Katharina Sellheim (Klavier)

Lucja Madziar (Violine) und Katharina Sellheim (Klavier)
Lucja Madziar und Katharina Sellheim

 „Duo Dialoge"

 

Lucja Madziar und Katharina Sellheim bilden seit 2012 ein Musizier-Duo und konnten schon vielerorts die Herzen des Publikums gewinnen. Für das heutige Programm haben sie vier Sonaten für Violine und Klavier ausgewählt: Die in sich gekehrt reflektierende von Leoš Janáček, die pathetisch-konzertante von Karol Szymanowski, die zu einem vielschichtigen Tongedicht amalgamierte von Georges Catoire und schließlich das in seinen drei distinkten Sätzen starke Kontraste setzende Meisterwerk von Maurice Ravel.

 

Lucja Madziar wurde in Posen geboren, studierte an den Musikhochschulen in Rostock und Graz und ist seit 2010 (alternierend) 1. Konzertmeisterin an der Staatsoper Hannover. In gleicher Position wirkte sie von 2006 bis 2010 bei den Essener Philharmonikern und in der Spielzeit 2015/16 bei den Münchner Philharmonikern. Sie wird regelmäßig als Gastkonzertmeisterin von namhaften Orchestern eingeladen: Gewandhausorchester Leipzig, Bayerisches Staatsorchester München, Staatskapelle Berlin, Gürzenich Orchester Köln, Hamburger Philharmoniker, NDR Radiophilharmonie Hannover, Museumsorchester Frankfurt, Symfonisch Orkest van de Vlaamse Opera, Düsseldorfer Symphoniker. Seit ihrem Debüt im Großen Saal der Laeiszhalle konzertiert Madziar, die zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhielt, weltweit. Als Solistin trat sie mehrfach mit den Essener Philharmonikern, dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn, den Neubrandenburger Philharmonikern und dem Folkwang Kammerorchester Essen auf. Die Künstlerin ist regelmäßiger Gast bei Musikfestivals (Beethovenfest Bonn, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Festival Mitte Europa, Paderewski-Festival) und kann auf solistische Auftritte im Großen Saal des Moskauer Konservatoriums wie im Großen Saal des Wiener Konzerthauses zurückblicken. Neben ihrer solistischen Tätigkeit widmet sich Madziar ebenso der Kammermusik. Zusammen mit Katharina Sellheim gründete sie 2012 das Klaviertrio Hannover, eine vielgelobte Formation, die im September 2018 erstmals in der Elbphilharmonie gastierte.

 

Auch die Pianistin Katharina Sellheim ist regelmäßig auf internationalen Festivals zu Gast (Beethoven-Fest Bonn, SHMF, Internationale Musiktage Goslar, Heidelberger Frühling, Tiroler Festspiele). Zu ihren Musizierpartnern zählen Preisträger internationaler Wettbewerbe, Mitglieder der Berliner und Münchner Philharmoniker sowie Vokalsolisten der Hamburger Staatsoper. Kein Geringerer als Dietrich Fischer-Dieskau engagierte Sellheim für seine Meisterkurs-Konzerte in St Paul im Lavantthal. Katharina Sellheim erhielt ihre musikalische Ausbildung bei Karl-Heinz Kämmerling, Markus Becker und Germaine Mounier in Hannover und Paris. Sie war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des DAAD, ist Preisträgerin des Gedok-Musikwettbewerbs. Künstlerische Impulse erhielt sie von Paul Badura-Skoda und Eckart Sellheim sowie Norman Shetler und Dietrich Fischer-Dieskau.

 

Programm:

 

Leoš Janáček (1854-1924): Sonate für Violine & Klavier (1914)

Karol Szymanowski (1882-1937): Sonate für Violine & Klavier op. 9 (1904)

Georgi Catoire (1861-1926): Poème op. 20 (Sonate Nr. 2) (1906)

Maurice Ravel (1875-1937): Sonate für Violine & Klavier Nr. 2 (1927)


Sonnabend, 22. Februar 2020, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Catoire-Ensemble

Das Catoire-Ensemble spielt in der Elbphilharmonie
Catoire-Ensemble

„Spätromantische Klavierquintette“

 

Anna Zassimova (Klavier), Svetlin Roussev (1. Violine), Daniel Austrich (2. Violine), Julien Heichelbech (Viola),

László Fenyo (Violoncello)

 

 

Wer Brahms liebt, wird Tanejew nicht minder schätzen. Als russischer Brahms apostrophiert, setzte Sergei Tanejew mit dem viersätzigen Klavierquintett von 1910 einen Meilenstein. Gleichrangig das weniger ausladende Quintett von Georgi Catoire mit seinem versonnenen Schluss, entstanden am Vorabend des 1. Weltkrieges. Anton Webern schrieb sein Quintett im Jahr 1907 an der Schwelle zu seiner atonalen Periode. Der hochexpressive Einzelsatz ist ein künstlerisches Dokument des Abschieds von der spätromantischen Epoche. Die fünf brillanten Musiker des Catoire-Ensembles heben an diesem Abend wahre Schätze der Kammermusik.

 

Anna Zassimova ist nicht nur international gefeierte Solistin und Kammermusikpartnerin, sondern auch promovierte Musikwissenschaftlerin. Die aus Moskau stammende Pianistin, die auch an der Musikhochschule Karlsruhe unterrichtet, gilt mit Recht als intime Kennerin von Leben und Schaffen ihres russischen Landsmannes Georgi Catoire, dessen Werk sie regelmäßig und weltweit in Ihre Konzerte integriert. In der Elbphilharmonie debütierte sie im September 2018.

 

Svetlin Roussev war Preisträger bei der Indianapolis Violin Competition, dem Long Thibaud Wettbewerb und der Sendai International Violin Competition. Im Jahr 2000 wurde er Konzertmeister des Orchestre d’Auvergne und wechselte 2005 in gleicher Position zum Orchestre Philharmonique de Radio France. Parallel dazu wirkte er zwischen 2007 und 2016 als Konzertmeister des Seoul Philharmonic Orchestra. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit, die auch den kammermusikalischen Bereich abdeckt, ist er Violinprofessor am Pariser Konservatorium und künstlerischer Direktor sowie Artist in residence des Sofia Philharmonic Orchestra. Seit 2016 ist der Bulgare Konzertmeister des in Genf ansässigen Orchestre de la Suisse Romande. Er spielt auf einer Stradivari-Violine aus dem Jahr 1710 mit dem Beinamen "Camposelice", die ihm von der Nippon Music Foundation zur Verfügung gestellt wird.

 

Daniel Austrich, der in seiner Geburtsstadt St. Petersburg, in Deutschland und den USA ausgebildet wurde, feiert mittlerweile Erfolge in Städten wie New York, Washington, Houston, Moskau oder Tokio. Er ging als Preisträger aus Paganini und Sarasate Wettbewerben hervor und unterrichtet seit 2015 an der Musikhochschule Köln. In der jüngster Zeit ist Daniel Austrich zunehmend als Dirigent tätig.

 

Julien Heichelbech wurde nach dem Studium in Karlsruhe als 1. Solo-Bratschist ans Nationaltheater Mannheim verpflichtet, wirkte aber auch bei den großen Orchestern in München, Leipzig, Dresden, Frankfurt, Stuttgart, Köln und Hamburg. Eine Dozententätigkeit an den Musikhochschulen in Freiburg und Mannheim ergänzen die künstlerischen Aktivitäten des Elsässers.

 

László Fenyő ist seit dem Gewinn des Internationalen Pablo Casals Wettbewerbs in Kronberg (2004) als Cellist weltweit gefragt. Konzertauftritte führten ihn in fast alle Länder Europas, aber auch nach Südamerika, Neuseeland und China. Als Professor leitet er eine Cello-Klasse an der Musikhochschule Karlsruhe.

 

Programm:

 

Anton von Webern (1883-1945): Klavierquintett (1907)

Georgi Catoire (1861-1926): Klavierquintett op. 28

Sergej Tanejew (1856-1915): Klavierquintett op. 30