Sonntag, 1. November 2020, 11.00 Uhr (Matinee) - Laeiszhalle Hamburg - Kleiner Saal

Katharina Treutler (Klavier)

Die Pianistin Katharina Treutler spielt auf Einladung der Catoire Musikinitiative am 1. November 2020 im Kleinen Saal der Laeiszhalle Hamburg
Katharina Treutler

 

Die Pianistin Katharina Treutler verfügt über eine Virtuosität, wie man sie sonst wohl nur bei Instrumentalisten aus Russland oder Ostasien antrifft. Jene seltene Mischung aus spieltechnischer Perfektion und musikalischer Ausdruckstiefe ist es, die Treutler als ideale Liszt-Interpretin erscheinen lässt. Nicht verwunderlich, dass sie für ihre stupende Wiedergabe etwa des berühmten Mephisto-Walzers allerorts regen Beifall erntet.

 

Aus Erfurt gebürtig, studierte Treutler in Hannover, Tokio, Paris, Madrid und Freiburg bei so anerkannten Pädagogen wie Bernd Goetzke, Jaques Rouvier, Dmitri Baschkirov oder Eric le Sage. International stellt sich auch ihre heutige Konzerttätigkeit dar. Katharina Treutler wurde u. a. vom London Symphony Orchestra, dem Royal Stockholm Symphony Orchestra und dem San Francisco Symphony als Solistin verpflichtet.

 

Ihre Debut-CD beyond mit Werken von Bach, Liszt, Prokofieff, Messiaen und Ligeti erschien 2018, doch bereits 2015 wurde das Album Final Symphony (des japanischen Komponisten Nobuo Uematsu), bei der Katharina Treutler die Klavierparts übernahm, weltweit digital veröffentlicht und führte darauf in mehr als 10 Ländern die iTunes-Klassik-Charts an. Die Pianistin, die in die Liste der Steinway-Artists aufgenommen ist, lehrt an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig.

 

www.katharinatreutler.com

 

Programm:

 

J.S. Bach - Georgi Catoire: Passacaglia BWV 582

J.S. Bach - Alexander Siloti: Präludium BWV 855a

L. v. Beethoven: Sonate op.13 Nr. 8 (Pathétique)

R. Schumann: Liebeslied (Widmung aus »Myrthen« op. 25) Bearbeitung für Klavier von Franz Liszt

F. Liszt: "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" - Variationen über ein Motiv von J.S. Bach

J. Brahms: Zwei Rhapsodien op. 79

 

Karten in Kürze über die Vorverkaufsstellen der Elbphilharmonie


Sonntag, 10. Januar 2021, 19:30 Uhr Elbphilharmonie - Kleiner Saal

Franziska Pietsch (Violine) & Josu de Solaun (Klavier)

Franziska Pietsch und Josu de Solaun spielen  auf Einladung der Catoire Musikinitiative am 10. Januar 2021  im Kleinen Saal der Elbphilharmonie Hamburg
Franziska Pietsch und Josu de Solaun

 

Von den drei Sonaten für Violine und Klavier, die Robert Schumann in seiner Spätzeit komponiert hat, gebührt der ersten wohl die Krone. Ein gewichtiger Gattungsbeitrag gelang ebenso Edvard Grieg mit der 1887 auf seinem Sitz Troldhaugen vollendeten dritten Sonate. Auch Nikolai Medtner, den Rachmaninow als bedeutendsten Komponisten der Gegenwart ansah, schrieb drei Sonaten für diese Besetzung. In seiner Wahlheimat London 1939 uraufgeführt, trägt Medtners dritte Sonate den Beinamen Epica und ist von geradezu symphonischen Ausmaß.

 

Drei Meisterwerke dargeboten von zwei Meisterinterpreten. Franziska Pietsch vermag ihr Publikum als Geigensolistin ebenso wie als Kammermusikerin zu begeistern. Mit nur elf Jahren debütierte sie in Berlin an der Komischen Oper. Später studierte sie in Karlsruhe bei Ulf Hölscher und an der New-Yorker Juilliard School bei Dorothy DeLay. Ihre 2017 erschienene Einspielung der beiden Violinkonzerte von Prokofjew fand ungeteilt positives Echo. In Josu de Solaun hat Franziska Pietsch einen auf ihren expressiven Musizierstil wohlabgestimmten Klavierpartner gefunden. Der aus Valencia stammende Pianist studierte an der Manhattan School of Music, gewann 1995 den Internationalen George-Enescu-Wettbewerb und ist heute ein vielgefragter Solist und Kammermusiker.

 

www.franziskapietsch.online sowie https://josudesolaun.com

 

Programm:

 

Robert Schumann (1810-56): Sonate für Violine & Klavier Nr. 1 op.105

Edvard Grieg (1843-1907): Sonate für Violine & Klavier Nr. 3 op.45

Nikolaj Medtner (1880-1951): Sonate für Violine & Klavier Nr. 3 op.57 (Sonata epica)

 

Karten in Kürze über die Vorverkaufsstellen der Elbphilharmonie


Neuer Termin: Sonnabend, 13. März 2021, 19:30 Uhr,  Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Klavierabend

Kadri-Ann Sumera

Das Konzert (ursprünglicher Termin: 5. April 2020) wurde coronabedingt auf den 13. März 2021 verschoben. Bereits erworbene Karten werden an den Vorverkaufsstellen der Elbphilharmonie zurückgenommen. Sie behalten keine Gültigkeit.

Die Pianistin Kadri-Ann Sumera
Kadri-Ann Sumera

 Nordischer Ton"

Klaviermusik aus Estland von der Spätromantik bis zur Gegenwart

Musik bestimmt die estnische Volksseele wie keine andere Kunstform. Die estnischen Lieder- und Tanzfeste - man denke auch an die „Singende Revolution“ - wurden 2003 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Die Entwicklung einer eigenständigen Komponistenschule setzt in Estland mit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein. Als ihr Begründer gilt Heino Eller, der in Tallinn und Tartu mehrere Komponisten-Generationen prägte. Neben Arvo Pärt zählen Eduard Tubin, Lepo Sumera und Jaan Rääts zu seinen bedeutendsten Schülern. Als Väter der estnischen Kunstmusik sind weiter Rudolf Tobias, der seine letzten Jahre in Berlin verbrachte, und Mart Saar zu nennen. Ester Mägi ist die wohl bedeutendste Komponistin Estlands im 20. Jahrhundert. 

Kadri-Ann Sumera, die ihr Studium an der Estnischen Musikakademie begann und an der Musikhochschule Köln abschloss, ist eine der gefragtesten  Pianistinnen Estlands. Ihr Repertoire reicht vom Barock bis zu zeitgenössischer Musik. Sie hat mehrere ihr gewidmete Kompositionen uraufgeführt und Schlüsselwerke des 20. Jahrhunderts (Messiaen, Cage, Stockhausen) in ihrem Land zur Erstaufführung gebracht. 2000/2001 war sie DAAD-Stipendiatin in Deutschland. 2004/5 nahm sie an der Internationalen Akademie des Ensemble Modern in Frankfurt teil. Als Solistin hat sie u.a. mit Orchestern wie dem Estnischen Staatlichen Symphonieorchester (Leitung Arvo Volmer) oder der Dresden Sinfonietta (Milko Kersten) gespielt. Im Jahr 2015-16 wirkte sie an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt.
Nachdrücklich setzt sie sich für die Musik ihres Vaters, Lepo Sumera, ein. Die Künstlerin hat zahlreiche Aufnahmen für den Estnischen Rundfunk gemacht und ist Gründerin des Ensemble Neue Musik Tartu.

 

www.kadriannsumera.eu

 

Programm:

 

Arvo Pärt (*1935): Für Alina (1976)                     

Erkki-Sven Tüür (*1959): Sonate (1985)

Ester Mägi (*1922): Drei Meeresbilder (1961) 

Kristjan Kõrver (*1976): Einladung zum Tanz (2001)                               

Mart Saar (1882-1963): Auswahl aus 24 Preludes (1908)           

Rudolf Tobias (1873-1918): Sonatine op. 12 (1912)                 

Heino Eller (1887-1970): Die Glocken (1929)                       

Eduard Tubin (1905-1982): Ballade auf ein Thema von Mart Saar (1945)     

Lepo Sumera (1950-2000): Pardon Fryderyk (1980); Klavierstück (1981)

 

Das Konzert wird unterstützt von der Deutsch-Estnischen Gesellschaft Lüneburg

 

Karten in Kürze über die Vorverkaufsstellen der Elbphilharmonie


Sonnabend, 10. April 2021, 19:30 Uhr Elbphilharmonie - Kleiner Saal

Franziska Lee (Klavier)

Die Pianistin Franziska Lee  spielt auf Einladung der Catoire Musikinitiative am 10. April 2021 im Kleinen Saal der Elbphilharmonie Hamburg
Franziska Lee

 

Henri Dutilleux hinterließ ein eher schmales Œuvere, war es ihm auch vergönnt, fast 100 Jahre alt zu werden. Mit der dreisätzigen Klaviersonate gelang ihm 1948 ein Meisterwerk, das dem Interpreten in jeder Hinsicht viel abverlangt. Die Ballade of London Nights wurde nicht zu Lebzeiten von John Ireland veröffentlicht. Das farbenreiche Stück macht begreiflich, warum Ireland als ein englischer Impressionist gilt. Alexander Skrjabin begann in den Bahnen der Romantik, entwickelte aber bald jenen unikalen Stil, der den Frühvollendeten als einen Wegbereiter der Musikmoderne ausweist. Die vierte Klaviersonate von 1903 besteht aus zwei attacca ineinander übergehenden Sätzen. Als Angehöriger der Groupe des Six stand Francis Poulenc dem romantischen Kunstideal fern. Bei einem betörenden Klangstück wie der 1940 geschriebenen Mélancholie ist die Nähe zur Klavierromantik jedoch nicht zu überhören. Gleichsam als eine Symphonische Dichtung für Klavier erscheint die einsätzige h-Moll-Sonate von Franz Liszt. Durch Hans von Bülow 1857 zu Uraufführung gebracht, darf sie als bedeutendste Klaviersonate ihrer Zeit gelten und ist heute Prüfstein für jeden Pianisten.

 

Jee-Eun Franziska Lee stammt aus Korea und lebt in Karlsruhe. Von der Presse als ein „lyrisches Juwel“ bezeichnet, gehört sie zweifellos zu den jungen Musikerinnen der Spitzenklasse. Ihr Klavierstudium an der Seoul National University schloss sie als Jahrgangsbeste ab und kam 2011 mit einem Stipendium des DAAD nach Deutschland, wo sie bei Sontraud Speidel ein Masterstudium an der Hochschule für Musik Karlsruhe absolvierte und das Solistenexamen ebenfalls mit Auszeichung ablegte. Weitere künstlerische Impulse empfing die Stipendiatin des Zonta Club Karlsruhe von Peter Lang am Mozarteum Salzburg sowie von Françoise Thinat. Franziska Lee erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen: Beim Prof.-Dichler-Wettbewerb (Wien) konnte sie 2010, beim Concorso Internazionale di Esecuzione Musicale Giovani Musicisti (Treviso/Italien) 2012 den 1. Preis erringen und erhielt zusätzlich die Menzione d’onore. Im gleichen Jahr gewann sie den Concorso internazionale di Esecuzione Pianistica Premio Euterpe (Corato/Italien) und bekam darüber hinaus den Audinova-Preis zugesprochen. Beim Internationalen Musik-Wettbewerb in Padova (Italien) wurden ihr 2012 der 1. Preis und der Premio Virtuosité sowie der Premio Citta di Padova verliehen. Der Kulturfonds Baden e.V. widmete ihr 2015 seinen Musikförderpreis. Im Jahr darauf erhielt sie den 1. Preis beim Grand Prize Virtuoso Competition (London). Aufnahmen ihrer ersten CD „L´heure exquise“ – französische Klaviermusik des 20. Jahrhunderts (Poulenc, Dutilleux, Francaix, Sancan) wurden unlängst u.a. vom DLF Kultur aber auch vom BBC London und vom Sender France Musique vorgestellt. 2020 erscheint ein Gegenstück mit britischen Komponisten jener Epoche (Bridge, Britten, Ireland, Bax, Tippett).

 

www.franziskalee.com

 

Programm:

 

Henri Dutilleux (1916-2013): Sonate

John Ireland (1879-1962): Ballade of London Nights

Alexander Skrjabin (1872-1915): Sonate Nr. 4, op. 30

Francis Poulenc (1899-1963): Mélancolie FP 105

Franz Liszt (1811-1886): Sonate h-moll S 178

 

 

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Oktober 2021 (genauer Termin folgt) - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal


Utrecht String Quartet

Das Konzert wurde coronabedingt verschoben ins kommende Jahr. Ein neuer Termin wird in Kürze bekannt gegeben. Bereits erworbene Karten werden an den Vorverkaufsstellen der Elbphilharmonie zurückgenommen. Sie behalten keine Gültigkeit.

Das Utrecht String Quartet spielt am 7. Juni 2020 im kleinen Saal der Hamburger Elbphilharmonie
Utrecht String Quartet

Das Utrecht String Quartet hat sich als eines der renommiertesten Kammermusik-Ensembles der Niederlande längst internationalen Ruf erworben. Seine Vielseitigkeit konnte das USQ zuletzt auf Tourneen nach Frankreich, Deutschland, Australien, Finnland und Kasachstan unter Beweis stellen. In der finnischen Tageszeitung Helsigin Sanomat hieß es: “Its playing is at the same time intellectually analysing andpowerfully expressive”.

 

Im Jahr 2000 gab das USQ sein England-Debüt in der Conway Hall; seit 2003 ist es regelmäßig in der Wigmore Hall zu Gast. Bei allen wichtigen Kammermusikreihen in den Niederlanden vertreten, wurde den vier Musikern (aus Finnland, Australien, Russland, Deutschland), zu deren Partnern namhafte Instrumentalisten wie Isabelle van Keulen oder Pieter Wispelwey zählen, auch die Ehre einer persönlichen Einladung von Königin Beatrix zuteil.

 

Mehrfach hat das vor über 30 Jahren gegründete Quartett (abgesehen vom Pult der Bratsche in seitherunveränderter Besetzung) Aufnahmen für Hörfunk und Fernsehen produziert. Seit fünf Jahren gehört der Bratschist Mikhail Zemtsov – Kammermusikpartner von Mischa Maisky, Boris Berezovsky, Janine Jansen, Julian Rachlin – dem Ensemble an, das sich verstärkt auch für das heute vernachlässigte Repertoire einsetzt. Die Aufnahme der Streichquartette von Arthur Lourié erhielt lobende Kritiken (Klassik Heute, Gramophone Magazine) und wurde für den Gramophone Award nominiert. Über die CD mit Werken von Mossolow, van Dieren und Boesmans urteilte das Fachmagazin The Strad: “Theyreproduce with intelligent sensitivity”.

 

Für ihre 2003 begonnene und jetzt abgeschlossene Gesamteinspielung der Streichquartette von Alexander Glasunow erntete das USQ einhelliges Lob (Fono-Forum, BBC Music-Magazine); ungeteilte Anerkennung auch für die Aufnahme der Streichquartette von Alexander Gretschaninow. Zeitgenössische Komponisten wie Vladimir Mendelssohn, Hans Kox, Uljas Pulkkis, Gordon Kerry und Carlos Micháns haben Werke für das Utrecht String Quartet geschrieben, das bemüht ist, alljährlich neue Kompositionen aus der Taufe zu heben.

 

www.utrechtstringquartet.com

 

Programm:

 

Alexander Glasunow (1865-1936): Streichquartett Nr. 5, op. 70 (1898)

Igor Strawinsky (1882-1971): 3 Stücke für Streichquartett (1914/18)

Arthur Lourié (1892-1966): Streichquartett Nr. 2 (1923)

Georgi Catoire (1861-1926): Streichquartett op. 23 (1909)

 

Karten in Kürze über die Vorverkaufsstellen der Elbphilharmonie