Archiv / bisherige Konzerte der Catoire Musikinitiative:

Freitag, 25. Oktober 2019, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Klavierabend (7. Konzert)

Jonathan Powell

Der Pianist Jonathan Powell
Jonathan Powell

 „Die Belle Epoche in Russland: Das Silberne Zeitalter"

 

Der Pianist Jonathan Powell, 1969 in Lancashire (England) geboren, absolvierte ein Universitätsstudium in Cambridge (mit Doktorgrad) und lebte später in London, bis 2011 das oberschlesische Gleiwitz (Gliwice) zu seiner Wahlheimat wurde. Ein Schüler von Denis Matthews und Sulamita Aronofsky, debütierte Powell mit zwanzig Jahren in London. Seither verfolgt er eine internationale Karriere als Konzertpianist und Kammermusikpartner, betätigt sich aber auch als Komponist (Aufführungen durch die London Sinfonietta und das Arditti-Quartett), wissenschaftlicher Autor (z. B. für das New Grove Dictionary of Music) und Leiter von Meisterkursen.

 

Jonathan Powell verfügt über ein ausgesprochen breitgefächertes Repertoire, das die Werke der Klassik und Romantik ebenso umfasst wie zeitgenössische Musik und die vernachlässigte Literatur des frühen 20. Jahrhunderts (insb. aus Russland). Konzertauftritte führten ihn in viele Städte Europas sowie nach Japan und in die USA. Seine Interpretationen wurden von der BBC und Rundfunkstationen verschiedener Länder ausgestrahlt. Allein sechs seiner ca. zwanzig CD-Veröffentlichungen sind dem Werk von Kaikhosru Sorabji gewidmet. Der Herausforderung, dessen »Opus clavicembalisticum« öffentlich vorzutragen, hat Jonathan Powell sich nicht nur einmal gestellt. Das New Yorker Publikum dankte ihm die mehr als vierstündige Darbietung mit »standing ovations«, und auch von der New York Times wurde diese Ausnahmeleistung gewürdigt. Powell ist immer wieder Gast beim Festival „Raritäten der Klaviermusik“ in Husum und bei den Darmstädter „Tagen für aktuelle Musik“.

 

Programm:

 

Sergej Rachmaninow (1873-1943): Sonate Nr. 2 op.36

Alexei Stantschinski (1888-1914): Sonate Nr. 2

Georgi Conus (1862-1933): Chant sans paroles op.17

                                                  aus: Stimmungsbilder op.19: Nr. 2

                                                  Prélude op.3

                                                  aus: Stücke op.31: Nr. 8

Felix Blumenfeld (1863-1931): Sonate-Fantasie op.46 

Alexander Skrjabin (1872-1915): Sonate Nr.10 op.70

Georgi Catoire (1861-1926): aus 4 Stücke op.12: Nr. 3; Nr. 2


Montag, 14. Oktober 2019, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Klavierabend (6. Konzert)

Maria Lettberg

Die Pianistin Maria Lettberg
Maria Lettberg

"Eros und Thanatos"

 

Mit der Gesamteinspielung des Klavierwerks von Alexander Scriabin im Jahre 2008 sorgte Maria Lettberg seinerzeit international für Furore. Entdeckungen waren auch ihre Einspielung von Klaviermusik des Finnen Erkki Melartin (1875-1937) sowie aktuell der russischen Komponistin Zara Levina (1906-1976).

Scriabins gigantisches Gesamtkunstwerk „Prometheus“ interpretierte Lettberg im vergangenen September mit der Magdeburger Philharmonie und nun ist sie am 14. Oktober mit dem Programm „Eros und Thanatos“ erstmals im kleinen Saal der Elbphilharmonie zu Gast.

 

Maria Lettberg (*1970), aus Riga stammende, in Berlin lebende schwedische Staatsbürgerin, ist eine der faszinierendsten Pianistinnen ihrer Generation. Ihr Konzertexamen legte sie mit Auszeichnung am St.Petersburger Konservatorium ab. In zahlreichen Meisterkursen bekam sie Impulse von Lehrern wie Andrej Gawrilow, Tatiana Zagorowskaya, Paul Badura-Skoda oder Menahem Pressler.

Seit ihrem Debüt mit Tschaikowskys 1. Klavierkonzert mit dem Schwedischen Radio-Sinfonieorchester im Jahr 2000 wird sie für ihre Interpretationen russischer und skandinavischer Klavierliteratur des 20. Jahrhunderts hoch geschätzt. Zu ihren Einspielungen gehören u. a. die »Musik für Klavier und Orchester« von Alfred Schnittke mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin sowie dessen Klavierquartett und Klaviertrio mit dem Petersen Quartett, die Wiederentdeckung des spätromantischen Komponisten Erkki Melartin sowie hochvirtuose Klaviertranskriptionen von Bühnenwerken von Glinka, Rimski-Korsakow und Strawinsky. Zum 100. Todestag Scriabins im Jahr 2015 erschien die Hommage »Poème de l’extase« mit Werken von Scriabin, Messiaen, Liszt, Kelkel und Banter.

Für ihre jüngste Veröffentlichung – eine Einspielung der Klavierkonzerte von Zara Levina, einer Schülerin von Nikolai Mjaskowski und Reinhold Glière, mit dem Radio-Sinfonieorchester Berlin unter Leitung von Ariane Matiakh – wurde Maria Lettberg 2018 für den Grammy in der Kategorie »Bestes klassisches Instrumentalsolo« nominiert.

Bei der Zusammenstellung ihrer Konzertprogramme, denen vorzugsweise ein Leitgedanke zugrunde liegt, ebenso wie beim Vortrag auf der Bühne beweist die Künstlerin stets außergewöhnliche Kreativität und Einfühlungskraft.

www.lettberg.com

 

Programm:

 

Alexander Skrjabin (1872-1915): Trois morceaux op.52

Franz Liszt (1811-1886): Sonetto 104 del Petrarca aus Wanderjahre/Italien

Georgi Catoire (1861-1926): Prélude op.10 Nr.1; Prélude op. 10 Nr. 2; Chants du crépuscule op.24 Nr. 2

Richard Wagner (1813-1883) / F. Liszt: „Isoldes Liebestod“ S.447 / Bearbeitung für Klavier          

Franz Liszt: “Marche Funèbre“  aus Wanderjahre/Das dritte Jahr                        

Alexander Skrjabin: „Vers la flamme“ op.72

Franz Liszt: “Nuages gris“ S.199                                             

Alexander Skrjabin: Sonate Nr. 9 op.68                        

Georgi Catoire: Chants du crépuscule op.24 Nr. 1; Etüde fantastique op.12 Nr.4

Franz Liszt: Sonetto 123 del Petrarca  aus Wanderjahre/Italien            

Alexander Skrjabin: Deux morceaux op.57; Sonate Nr.5 op.53


Sonnabend, 15. Juni 2019, 20:00 Uhr - Laeiszhalle Hamburg - Kleiner Saal

(5. Konzert)

Trio Lirico

Dreiklang

 

Die drei Streichinstrumentalisten Franziska Pietsch (Violine), Sophia Reuter (Viola) und Johannes Krebs (Cello) verfolgen jeweils ihre Karriere als Solisten, haben sich aus gemeinsamer Leidenschaft für die Kammermusik aber auch zum Trio Lirico zusammengeschlossen. Wobei dem Ensemble der solistische Erfahrungshintergrund seiner Mitglieder zugutekommt: Hier wird mit ausgeprägter Individualität, virtuoser Spielfreude und vitaler Spannung musiziert, zugleich aber nach kammermusikalischer Klanghomogenität gestrebt. Das Repertoire des Ensembles ist weitgespannt und reicht von den Werken der Klassik bis zur zeitgenössischen Musik.

www.trio-lirico.online

 

Programm:

 

Jan Sibelius (1865-1957): Streichtrio g-moll

Mieczyslaw Weinberg (1919-1996): Streichtrio op. 48  

Eugène Ysaÿe (1858-1931): Streichtrio ”Le Chimay” op. posth. 

Alexander Borodin (1833-1887): Streichtrio g-moll 

Ernst von Dohnányi (1877-1960): Serenade für Streichtrio op. 10


Sonntag, 24. März 2019, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Klavierabend (4. Konzert)

Ekaterine Khvedelidze

Momente in Dur und Moll

 

Die georgische Pianistin Ekaterine Khvedelidze studierte zunächst in ihrer Heimatstadt Rustawi nahe Tiflis, nach dem Examen dann in Detmold (Hochschule für Musik) und von 2004 an privat bei Igor Zukov in Moskau. Der Anfang 2018 verstorbene Zukov – einer der großen Klavierinterpreten unserer Zeit, selbst Schüler von Heinrich Neuhaus und Emil Gilels – begleitete ihren künstlerischen Werdegang noch über Jahre als Förderer und Mentor. Das Spiel der in Berlin ansässigen Künstlerin meidet jedwede Äußerlichkeit, macht alles Technische vergessen. Man möchte Ekaterine Khvedelidze als eine Lyrikerin des Klaviers bezeichnen, deren grundnatürlicher, immer klangsensibler und klug disponierter Vortrag ein jedes Stück wie aus sich selbst heraus entstehen lässt. Dem Publikum so vertieften Einblick in das musikalische Kunstwerk gewährend.

Die Prelude-Zyklen von Chopin und Skrjabin sind aus Klavierminiaturen gefügt, die – gleichsam Momentaufnahmen einer empfindsamen Seele – den ganzen Quintenzirkel durchmessen. 

Ein vergleichsweise schmales Œuvre für Klavier hat César Franck hinterlassen. Dem Meisterpianisten Igor Zhukov Anreiz genug, aus Prélude, Fugue et Variation (für Orgel) ein klangvolles Klavierwerk zu formen.

www.ekaterine.de

 

Programm:

 

Frédéric Chopin (1810-1849): 24 Preludes op. 28 (1836–1839)

Alexander Skrjabin (1872-1915): 24 Preludes op. 11 (1888–1896)

César Franck (1822-1890): Prélude, Fugue et Variation op. 18 (1862) (Bearbeitung für Klavier: Igor Zhukov)


Freitag, 8. Februar 2019, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Klavierabend (3. Konzert)

Christophe Sirodeau

Christophe Sirodeau - Klavierpianist
Christophe Sirodeau

"Mosaik"

 

Christophe Sirodeau, geboren in Paris, hat sich besonders als vielseitiger Konzertpianist und Kammermusikpartner einen Namen gemacht, verfolgt gleichermaßen aber auch - wie der über 70 Opera zählende Werkkatalog ausweist - die Laufbahn eines Komponisten. Sein wichtigster Lehrer im Instrumentalspiel war Jewgeni Malinin (selbst Schüler von Heinrich Neuhaus), bei dem er seit 1982 in Paris und später bis zum Abschluss 1992 am Moskauer Konservatorium studierte. Als Komponist ist Sirodeau u. a. Preisträger des 8. Internationalen Mozartwettbewerbs (Salzburg). Mit besonderem Engagement widmet der Pianist sich Komponisten und Komponistinnen, über deren Werk die Geschichte unverdientermaßen hinweggegangen ist. Seine Gesamtaufnahmen der Klaviersonaten von Samuil Feinberg (gemeinsam mit Nikolaos Samaltanos) sowie von Viktor Ullmann fanden breite Zustimmung in der Fachpresse. Als Welt-Ersteinspielung ist 2008 Feinbergs 1.Klavierkonzert (Leitung: Leif Segerstam) erschienen. Mit einem wahrhaft erlesenen Programm gastiert Sirodeau nun erstmals im kleinen Saal der Elbphilharmonie.

www.christophesirodeau.com 

 

Programm:

 

Johannes Brahms (1833-97): 3 Intermezzi op. 117 (1892)

Alban Berg (1885-1935): Sonate op. 1 (1908)

Karol Szymanowski (1882-1937): 9 Preludes op. 1 (1900)

Vitězslava Kaprálová (1915-40): 4 April-Preludes op. 13 (1937)

Georgi Catoire (1861-1926): 4 Chants du Crépuscule op. 24 (1914)

Frank Bridge (1879-1941): The hour glass (Dusk, The dew fairy, The midnigt tide), Suite (1919)

Karol Szymanowski (1882-1937): L’île des Sirènes, Nr. 1 aus Métopes op. 29 (1915)

Alexander Skrjabin (1872-1915): Poème-Nocturne op. 61 (1911)

Claude Debussy (1862-1918): Cloches à travers les feuilles, Nr. 1 aus Images II (1907); L’Isle Joyeuse (1904)


So, 23.9.2018, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

(2. Konzert)

Klaviertrio Hannover

Klaviertrio Hannover

 

„À la mémoire“ – Klaviertrios der Moskauer Schule

 

Um ihrer Musikerkollegen zu gedenken, wählten russische Komponisten im späten 19. Jahrhundert bevorzugt die Gattung des Klaviertrios. Hatte Peter Tschaikowsky mit seinem Trio op. 50 Nikolaj Rubinstein ein musikalisches Denkmal gesetzt, so schrieb der junge Sergej Rachmaninow sein „elegisches“ Trio im Andenken an Tschaikowsky. In ebendieser Tradition steht das in Erinnerung an den seinerzeit berühmten Cellisten Karl Dawidow komponierte 1. Klaviertrio von Anton Arensky. Meisterschüler von Rimsky-Korsakow, befreundet mit Tschaikowsky und heute ehestens bekannt als Lehrer so bedeutender Komponisten wie Skrjabin und Rachmaninow, zählte Arensky um 1900 zu den herausragenden Größen des russischen Musiklebens. Bei ihm studierte auch der gleichaltrige Georgy Catoire. Das 1900 entstandene, lyrisch-bewegte Trio op. 14 gemahnt mitunter an Tschaikowsky, dessen persönliche Förderung Catoire zuteil geworden war.  

 

Im Klaviertrio Hannover haben sich mit Lucja Madziar (Violine), Konzertmeisterin des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover, Johannes Krebs (Violoncello), Solocellist der Bremer Philharmoniker und Katharina Sellheim, Konzertpianistin und Klavierpartnerin namhafter Solisten, drei Musiker zusammengefunden, die durch den eindringlichen Vortrag ihrer abwechslungsreich gestalteten Programme Presse und Publikum auf Konzertpodien im In- und Ausland begeistern.

 

Weitere Informationen: www.klaviertrio-hannover.de

 

Besetzung:

 

Klaviertrio Hannover

Lucja Madziar Violine
Johannes Krebs Violoncello
Katharina Sellheim Klavier

 

Programm:

 

Anton Arensky (1861-1906):
Klaviertrio Nr. 1 d-Moll op. 32 (1894)

Georgi Catoire (1861-1926):
Klaviertrio f-moll op. 14 (1900)

Sergej Rachmaninow (1873-1943):
Klaviertrio Nr. 2 d-Moll op. 9 »Trio élégiaque« (1893)


Montag, 17. September 2018, 19:30 Uhr - Elbphilharmonie Hamburg - Kleiner Saal

Klavierabend (1. Konzert)

Anna Zassimova

Anna Zassimova / Foto: Max Ott
Anna Zassimova / Foto: Max Ott

Anna Zassimova erfuhr ihre pianistische Ausbildung in Moskau (Gnessin Musikakademie) und an der Musikhochschule in Karlsruhe. Die äußerst vielseitige Pianistin ist nicht nur bekannt durch herausragende Chopin-Interpretationen sondern auch als exzellente Interpretin zeitgenössischer Musik mit Auftritten auf internationalen Festivals wie Musica Viva München, ECLAT Stuttgart, Festival Young Brilliant Pianists Marlborough, (UK), Europäische Kulturtage Karlsruhe, Heidelberger Frühling, Chopin-Festival in Marienbad/Tschechien, Klavierfestival St. Ursanne/Schweiz, Russisches Kammermusikfest Hamburg (2012). Konzertreisen unternahm sie durch Russland, die USA und China. Große Beachtung finden ihre Aufnahmen u.a. beim Südwestrundfunk und dem Bayerischen Rundfunk. Mit besonderer Hingabe widmet sich Anna Zassimova der Entdeckung und Aufführung von Werken wenig bekannter Komponisten. Mit einem spätromantisch-impressionistischen Programm ist sie nun in der Elbphilharmonie zu Gast. Weitere Informationen: www.annazassimova.com

 

Programm:

 

Wassily Kalinnikow (1866-1901): Elegie B-Dur (1894)

Nikolai Medtner (1880-1951): Sonate g-moll op. 22 (Georges Catoire gewidmet)

Sonata Reminiscenza a-Moll op. 38 Nr. 1 (1919/20) aus dem Zyklus "Vergessene Weisen"

Alexander Scriabin (1872-1915): Deux Poèmes op. 32 (1903)

Georges Catoire (1861-1926): Deux Poèmes op. 34 (1924-26); Quatre Préludes op. 17 (1909)

Claude Debussy  (1862-1918): Estampes (3 Stücke für Klavier) (1903)